Ein Zweitstrauß lohnt sich, wenn die Braut ihren Originalstrauß behalten möchte. Er wird kleiner und robuster gestaltet, passend zum Original. Wer nicht werfen will, kann alternativ Bänder abschneiden lassen oder den Strauß persönlich übergeben. Es gibt kein Muss – die Variante sollte zur Hochzeit passen.
Der Brautstraußwurf gehört für viele Paare zum Hochzeitsabend dazu – aber was passiert mit dem Strauß danach? Wer die aufwendig gestalteten Blumen als Erinnerung behalten möchte, steht vor einer echten Entscheidung. Ein Zweitstrauß löst dieses Problem auf elegante Weise, ist aber nicht für jede Feier die richtige Wahl.
Wann lohnt sich ein Zweitstrauß beim Brautstraußwurf?
Ein Zweitstrauß macht vor allem dann Sinn, wenn der Originalstrauß erhalten bleiben soll und gleichzeitig genug Gäste vorhanden sind, die Freude an der Tradition haben. Beides zusammen ist die entscheidende Grundlage. Wer sich einen Strauß aus hochwertigen Saisonblumen oder mit besonders persönlichem Konzept fertigen lässt, möchte ihn in der Regel nicht nach dem Abend verloren wissen.
Erfahrungsgemäß lohnt sich ein Zweitstrauß besonders bei Hochzeiten mit mehr als 30 Gästen und einem erkennbaren Anteil unverheirateter Personen. Bei einer kleinen Feier mit 15 engen Freunden fühlt sich der Wurf oft erzwungen an – und ein eigens gefertigter Zweitstrauß wäre dann unnötiger Aufwand. Denkt also zuerst darüber nach, ob die Tradition zu eurer Hochzeit und euren Gästen passt, bevor ihr den floralen Aufwand plant.
Gloriosa – Wedding & Flowers aus Landsberg am Lech berät Brautpaare in der Region rund um München zu genau solchen Fragen. Das Zusammenspiel aus Originalstrauß und Zweitstrauß wird dabei im Gesamtkonzept der floralen Gestaltung mitgedacht, nicht nachträglich angehängt. Hochzeitsdeko und Blumen.
Wie wird ein Zweitstrauß gestaltet?
Ein Zweitstrauß ist kein schlechtes Duplikat – er ist ein eigenständiges, zweckorientiertes Stück. Er wird kleiner, griffiger und robuster gebunden als der Originalstrauß, damit er den Wurf unbeschadet übersteht. Die Blumenauswahl orientiert sich an Farben und Formen des Originals, muss aber nicht identisch sein.
Typischerweise hat ein Wurfstrauß einen Durchmesser von 15 bis 20 Zentimetern – deutlich kompakter als ein klassischer Brautstrauß, der oft 25 bis 35 Zentimeter misst. Blumen mit stabilen Stielen und fester Blütenstruktur eignen sich gut: Rosen, Ranunkeln, Eustoma oder Lisianthus halten auch einen Wurf durch, ohne sofort auseinanderzufallen.
Die Bindung sollte fest und eng sein. Lose Strukturen, die bei Gartenstrauß-Looks oder Wildblumen-Arrangements bewusst eingesetzt werden, sind für den Wurfstrauß weniger geeignet. Sprecht mit eurer Floristmeisterin offen darüber, was der Strauß leisten soll – dann entsteht etwas, das sowohl aussieht als auch hält. Hochzeitsflorist finden.

Was kostet ein Zweitstrauß und wann sollte er bestellt werden?
Ein Zweitstrauß bei einer erfahrenen Floristmeisterin in Bayern kostet erfahrungsgemäß zwischen 30 und 80 Euro. Der Preis hängt von Größe, Blumenauswahl und Aufwand ab. Seltene oder saisonale Blumen, die zum Originalstrauß passen, können den Preis nach oben verschieben – das ist normal und kein Zeichen mangelnder Planung.
Bestellt den Zweitstrauß nicht kurzfristig. Idealerweise wird er beim selben Gespräch besprochen, in dem auch der Originalstrauß geplant wird. So kann die Floristmeisterin sicherstellen, dass beide Sträuße aus den gleichen Blumenlieferungen stammen und farblich wirklich zusammenpassen. Spätestens vier bis sechs Wochen vor der Hochzeit sollte das Thema geklärt sein.
Welche Alternative gibt es zum klassischen Brautstraußwurf?
Das Bänderabschneiden ist die bekannteste Alternative zum Wurf – und in der Praxis oft harmonischer in den Abend integrierbar. Das Prinzip ist einfach: Am Brautstrauß werden mehrere Bänder befestigt, jede Gästin hält eines in der Hand. Die Braut schneidet die Bänder nacheinander durch, bis eines übrig bleibt. Die Person an diesem letzten Band bekommt den Strauß.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Der Originalstrauß bleibt unversehrt. Kein Wurf, keine Gefahr, dass der Strauß auf dem Boden landet oder beschädigt wird. Außerdem ist das Bänderabschneiden ruhiger und kontrollierbarer – es passt gut zu Feiern, bei denen der klassische Wurf zu viel Trubel bedeuten würde.
Wer noch individueller vorgehen möchte, kann den Strauß auch gezielt einer bestimmten Person übergeben – ohne jede spielerische Komponente. Manchmal ist eine ehrliche, persönliche Geste stärker als eine Tradition, die sich für die Gäste nicht natürlich anfühlt. Auch das ist eine vollwertige Entscheidung.

Welche Variante passt zu welcher Hochzeit?
Es gibt keine universell richtige Antwort. Was zur Feier passt, hängt von der Gästestruktur, der Atmosphäre des Abends und dem eigenen Verhältnis zur Tradition ab. Drei Szenarien als Orientierung:
- Große Feier, viele unverheiratete Gäste, lockere Stimmung: Klassischer Wurf mit Zweitstrauß – der Abend hat Energie, die Tradition trägt sich selbst.
- Mittelgroße Hochzeit, gemischte Gästestruktur: Bänderabschneiden – ruhiger, inklusiver, der Originalstrauß bleibt erhalten.
- Kleine Feier oder klares Nein zur Tradition: Kein Straußwurf – persönliche Übergabe oder einfach weglassen. Kein Gast vermisst etwas, was nie angekündigt wurde.
Rund 60 Prozent der Brautpaare, die einen Zweitstrauß anfragen, tun das, weil sie den Originalstrauß für die Konservierung erhalten möchten – das zeigen Rückmeldungen aus der floralen Hochzeitsplanung in Bayern. Das Bedürfnis nach einem bleibenden Erinnerungsstück ist also der häufigste Antrieb, nicht das Festhalten an der Tradition selbst.
Wie kann der Originalstrauß nach der Hochzeit konserviert werden?
Wenn der Originalstrauß nicht geworfen wird, stellt sich schnell die Frage: Was passiert mit ihm danach? Trocknen ist die zugänglichste Methode. Den Strauß kopfüber an einem dunklen, luftigen Ort aufhängen – nach zwei bis vier Wochen ist er haltbar. Licht entzieht den Blüten Farbe, deshalb ist ein dunkler Raum entscheidend.
Wer mehr Aufwand investieren möchte, kann sich nach Lyophilisierung (Gefriertrocknung) oder Kunstharzkonservierung umschauen. Beide Methoden erhalten Struktur und Farbe deutlich besser als klassisches Trocknen, sind aber teurer und setzen spezialisierte Anbieter voraus. In München und dem Umland gibt es einige Floristen und Spezialanbieter, die diese Leistung anbieten.
Wichtig: Je schneller der Strauß nach der Hochzeit vorbereitet wird, desto besser das Ergebnis. Blumen, die einen langen, warmen Hochzeitsabend hinter sich haben, altern schnell. Wer am nächsten Morgen handelt, hat die besten Voraussetzungen für ein gelungenes Ergebnis.

FAQ
Muss ich beim Brautstraußwurf meinen echten Strauß werfen?
Nein. Viele Bräute entscheiden sich für einen Zweitstrauß, der speziell für den Wurf gefertigt wird. Der Originalstrauß bleibt unversehrt und kann später getrocknet oder konserviert werden. Die Tradition funktioniert genauso gut mit einem robusten Duplikat – die Gäste merken den Unterschied kaum.
Was kostet ein Zweitstrauß beim Floristen?
Ein einfacher Zweitstrauß kostet bei einer Floristmeisterin in Bayern in der Regel zwischen 30 und 80 Euro, je nach Größe und verwendeten Blumen. Er wird meist kleiner gehalten als der Originalstrauß, sollte aber farblich und stilistisch passen. Klärt das frühzeitig mit eurer Floristik ab – idealerweise bei der Erstberatung.
Was ist die Bänder-Alternative zum Brautstraußwurf?
Beim Bänderabschneiden werden mehrere Bänder am Strauß befestigt. Jede Gästin hält ein Band, während die Braut sie nacheinander durchschneidet. Das letzte übrig bleibende Band entscheidet – diese Person bekommt den Strauß. Der Vorteil: Der Originalstrauß bleibt unbeschädigt und die Zeremonie ist ruhiger und kontrollierbarer als ein Wurf.
Wann macht ein Brautstraußwurf keinen Sinn?
Wenn kaum unverheiratete Gäste eingeladen sind, verliert die Tradition ihren eigentlichen Kontext. Auch bei sehr kleinen Feiern oder Hochzeiten ohne klassisches Programm kann der Wurf deplatziert wirken. In solchen Fällen ist eine persönliche Übergabe an eine bestimmte Person oder ein völliger Verzicht die stimmigere Entscheidung.
Wie lässt sich der Originalstrauß am besten konservieren?
Trocknen ist die verbreitetste Methode: Den Strauß kopfüber an einem dunklen, trockenen Ort aufhängen – nach zwei bis vier Wochen ist er haltbar. Alternativ bieten Floristen in Bayern auch Lyophilisierung oder Kunstharzkonservierung an, die Farbe und Form besser erhalten. Wichtig: Den Strauß möglichst schnell nach der Hochzeit vorbereiten.



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